PUBLIKATION / PUBLICATION

Bauen für das Existenzminimum von Wildtieren 2019

‚Tierliches Wohnen‘ in Heini Hedigers Territorienkonzept für Zoogehege.

In ::: Silke Förschler / Christiane Keim / Astrid Silvia Schönhagen (Hg.)

Heim/Tier
Tier-Mensch-Beziehungen im Wohnen.

transcript Verlag 2019

Tiere und Menschen teilen sich seit jeher ihre Lebensräume. Deutlich zeigt sich dies im Wohnen, wo Tier-Mensch-Beziehungen nicht nur die Gestaltung der Räume, sondern auch die Wohnpraxis wesentlich mitbestimmen. So können Menschen dem lebenden Tier ein Heim geben, umgekehrt kann aber auch das tote Tier als präparierter Tierkörper oder als textile Wohn- und Oberflächengestaltung Teil des Interieurs werden. Die Beiträge des Bandes untersuchen mögliche Arten der Einbindung des Tierlichen in Haus und Wohnung und verknüpfen hierzu Ansätze aus dem Bereich der kunst- und kulturgeschichtlichen Wohnforschung mit zentralen Positionen der Human-Animal Studies. Im Fokus stehen unterschiedliche Medialisierungen der Verhäuslichung tierlichen Verhaltens sowie deren Bedeutung für das Zusammenleben von Tier und Mensch. Auf diese Weise wird das behauste Wohnen als vermeintlich genuin menschliche Kulturpraxis hinterfragt und neu perspektiviert.

https://www.transcript-verlag.de/media/pdf/1b/86/ef/ts4691_1FfK99by0Dt18n.pdf

Warum Läuft Meng Meng rückwärts? 2019

Zur Raumqualität von Zoogehegen und zu ihrer
Auswirkung auf das Verhalten von Tieren im Zoo.
// Why is Meng Meng walking backwards? On the quality of zoo enclosures and their impact on the behavior of animals in the zoo.

in : TIERethik 2019 (1)

*** Mein besonderer Dank gilt der Künstlerin Kerstin Honeit, deren Arbeit „Panda Moonwalk or why Meng Meng walks backwards“ (2018) den Anstoß zu dieser Recherche gegeben hat. (für die Ausstellung "Swinger" im Bärenzwinger Berlin, die ich zusammen mit Stefan Aue und Jessica Pàez im Bärenzwinger Berlin im Mai 2019 kuratiert habe).

Weltweit berichtete die Presse über die junge Panda-Bärin Meng
Meng, die nach ihrer Ankunft im Berliner Zoo 2017 auf eigenartige
Weise rückwärts lief. Weniger bekannt gemacht wurde, dass Wiederholungsbewegungen bei Zootieren schon in den 1930er-Jahren von dem Schweizer Zoologen Heini Hediger und der Zoologin Monika
Holzapfel beobachtet und als pathologisch eingestuft wurden. Das Phänomen der Bewegungsstereotypien beschäftigt noch heute die Forschung und in Bezug auf die Gestaltung von Zoogehegen
auch die Tiergartenpraxis, wie die Recherche zur Komplexität und
Reduzierbarkeit von Stereotypien der Biologin Ulrike Richter zeigt. Die unterschiedliche Raumqualität der Lebensumgebung von (Zoo-)Bären und die Auswirkung auf ihr Verhalten wird im Vergleich
der Haltungsbedingungen im Panda Garden des Berliner
Zoos und im Alternativen Bärenpark Worbis deutlich gemacht. Einen
Ausblick auf Veränderung gibt abschließend die Umgestaltung
des Bärenzwingers Berlin, der nach Protesten gegen die Haltung der
Berliner Bären 2017 in einen Ort für künstlerische Interventionen
umgewidmet wurde und die kritische Auseinandersetzung mit Lebens-räumen von Zoo-tieren in sein Konzept miteinbezieht.

//The international press reported on the young panda bear, Meng
Meng, who was strangely moving backwards after her arrival at the
Berlin Zoo in 2017. As early as the 1930s, Swiss zoologist Heini Hediger
and zoologist Monika Holzapfel observed repetitive movements
of zoo animals, which they considered pathological, though
this is less widely known. The phenomenon of movement stereotypy is still a subject of research and a consideration regarding the design of zoo enclosures, as shown by the work of the biologist Ulrike
Richter on the complexity and the reduction of stereotypy. The differences in spatial quality of the living environment of (zoo) bears and their effect on the animals’ behavior is shown by comparing the
housing conditions of the Panda Garden of the Berlin Zoo with those of the Alternative Bear Park Worbis. The redesign of the bear enclosure
in Berlin after a protest in 2017, which was transformed into a place for artistic interventions that incorporates a critical examination
of zoo animal habitats within its concept, provides an outlook on change.

Disziplinierte Wildnis 2017

Zur Lesbarkeit von Tierbildern in der Zooarchitektur. In : Architektur und Zoologie. Quellentexte zur Zooarchitektur.
Hg. Natascha Meuser

DOM publishers 2017

https://dom-publishers.com/collections/grundlagen/products/architektur-und-zoologie

ANIMAL LOVERS 2016

ANIMAL LOVERS.
Ausstellungsprojekt in der nGbK Berlin kuratiert von
// Exhibithion project at nGbK Berlin curated by

Mathias Antlfinger | Anne Hölck | Ute Hörner |
Mareike Maage | Friederike Schmitz.

nGbK 2016

download exhibition catalogue and Essays : http://www.we-animals.de/data/files/AL_catalogue+essays.pdf

we , animals 2015

Künstlerische Positionen zu Mensch-Tier-Verhältnissen.
Dokumentation der künstlerischen Beiträge der Ausstellungreihe
we , animals mit zwei wissenschaftlichen Essays von
/ /
Documentation of the artistic projects of the exhibition series we , animals, with two scientific Essays by

Jessica Ullrich
Stephan Zandt

Herausgeberin // editor Anne Hölck, Meinblau e.V.
Gestaltung // Layout Aletta Heinsohn

Meinblau 2015

free download pdf on www.we-animals.de

Lebende Bilder und täglich wilde Szenen 2015

Tiere im Maßstab von Zooarchitektur

in : Tierstudien Zoo, 07/2015

https://www.neofelis-verlag.de/animal-studies/tierstudien/072015-zoo/

Foto © Enric Duch

Disziplinierte Wildnis 2014

Zur Lesbarkeit von Tierbildern in der Zooarchitektur // On the legibility of animal images in zoo architecture

in : TIERethik 2014 (2)

http://www.tierethik.net/Fruehere-Ausgaben.7.html?iid=21

https://dom-publishers.com/collections/grundlagen/products/architektur-und-zoologie

Zooarchitektur folgt nicht nur funktionalen Strategien, damit Tiere ex situ überleben,
sie bündelt verschiedene Wissensformen über Tiere, transformiert sie in neue Entwürfe und stellt Bezüge zwischen den Wissensbereichen her. Sie richtet soziale Situationen ein, in denen sich Menschen und Tiere begegnen, die von Vorstellungen
über Tiere und ihre Herkunft geprägt sind. Forschungsmaterial dieser Recherche bildet meine foto-grafische Dokumentation der Schauanordnungen und Gestaltung von Zoogehegen. Eine entscheidende Beobachtung für die Auswertung ist, dass in den meisten Zoos historische und zeitgenössische Gehegetypen parallel existieren.
In meinem Beitrag hebe ich bestimmte Veränderungen in der Entwicklung von
Zoogehegen hervor, die Aufschluss über das spezifische Verständnis von Wildnis und dem „Wild-Sein“ von Tieren geben. Vor Ort anhand von Beispielen aus dem Tierpark Berlin, Zoo Leipzig und Gelsenkirchen kann die Aktualität überprüft werden: Tierbilder verschiedenster Jahrzehnte haben sich in architek-tonischen Entwürfen fest-geschrieben und werden somit ständig manifestiert und reproduziert. Der Ausblick richtet sich auf Denkmodelle, die für einen Perspektivwechsel plädieren und
Tiere als Co-ProduzentInnen urbaner Räume verstehen.
//
On the legibility of animal images in zoo architecture
Summary Zoo architecture follows not only functional strategies to ensure the survival of animals ex situ but also combines a variety of knowledge forms on animals, transforms them into new designs and establishes links with other knowledge areas. It establishes social situations in which humans and animals can encounter each
other. These are determined by our associations with animals and their origin. My photographic documentation of viewing setups and the layout of zoo enclosures was used here as research material. The fact that historical and modern enclosure types
are to be found side by side in most zoos is decisive for the analysis. In my
contribution I focus on certain changes in the design of zoo enclosures that inform on the specific under-standing of wilderness and wildness of animals using examples from the Tierpark Berlin and the zoos in Leipzig and Gelsen-kirchen in Germany.
Animal images from various decades have influenced the architectural designs and
are therefore continually manifested and reproduced. The outlook adresses
approaches that argue for a change of perspective to understanding animals as coproducers of urban spaces.

Tiere Bilder Ökonomien

Aktuelle Forschungsfrage der Human-
Animal Studies. transcript Verlag: Bielefeld 2013

Chimaira–AK für Human-Animal Studies (Mit-Herausgeberin)

Die Beiträge des Sammelbandes »Tiere Bilder Ökonomien. Aktuelle Forschungsfrage der Human-Animal Studies« diskutieren Themen der Tierethik, der Verhandlung der Mensch-Tier-Grenze
und konkrete Interaktionen. Die AutorInnen nähern sich aus kulturhistorischen, sozial-, natur- und kunstwissenschaftlichen Perspektiven dem Verhältnis zwischen Tieren und Ökonomien sowie den vielfältigen Formen und Funktionen von gesellschaftlichen Tierbildern.

co-editor with Chimaira Arbeitskreis für Human-Animal Studies

// The articles of the anthology »Animals
Images Economies. Current debates
in Human-Animal Studies« discuss subjects like animal ethics, the debates concerning the human-animal divide and specific interactions between animals and humans. The authors approach the field from different disciplines including cultural history, sociology, natural science and art history. They focus on the relations of animals and economies as well as on the multifaceted forms and functions of societal animal images. The anthology summarizes the current debates in Human-Animal Studies and is Chimaira–AK‘s second book.

https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-2557-8/tiere-bilder-oekonomien/

ÜBER

Anne Hölck ist seit 2002 freischaffende Szenografin an Theatern in Deutschland, Frankreich und in der Schweiz, sie lebt in Berlin.

Neben ihrer Theaterarbeit realisiert sie Ausstellungs-projekte, leitet Projektseminare und hält Vorträge im Forschungsfeld der Human-Animal Studies mit dem Schwerpunkt auf raumwissenschaftlichen und künstlerischen Ansätzen.

Über ihr Forschungsprojekt zur Gestaltung von Zoogehegen und den Tierbildern, die Zooarchitektur reproduziert, hat sie in verschiedenen Zeitschriften und Sammelbänden publiziert.

Sie ist Vorstandsmitglied des Meinblau Projektraums Berlin und seit 2013 für die Realisierung und Koordination von Ausstellungsprojekten mit einem künstlerischen Team verantwortlich.

Seit 2014 kuratiert sie Ausstellungen mit dem thematischen Schwerpunkt auf Mensch-Tier-Beziehungen in kollaborativen Konstellationen.

WE , ANIMALS  2014/15 (Meinblau Projektraum, mit den Künstler*innen),

ANIMAL LOVERS 2016 (nGbK Berlin mit Ute Hörner, Mathias Antlfinger, Mareike Maage, Friederike Schmitz),

FUR AGENCY/BEARLY LEGAL– NEOZOON 2017 (Bärenzwinger Berlin mit Neozoon, Sebastian Häger),

SWINGER–PAETZUG/HERTWECK & KERSTIN HONEIT 2018 (Bärenzwinger Berlin, mit Stefan Aue und Jessica Páez)

OKTO-LAB 2019/20 (Kassel/Hobart mit André Krebber, Yvette Watt, Maike Riedinger und Toby Juliff)

ABOUT

Anne Hölck is scenographer since 2002, at theaters in Germany, France and Switzerland, she lives in Berlin. Besides her theater work she realizes exhibition projects, project seminars and lectures in the field of Human-Animal Studies with an emphasis on spatial and artistic research.

She publishes essays on her ongoing research project focusing on the design of zoo enclosures and the legibility of reproduced animal images in zoo architecture.

She is board member of Meinblau project space Berlin, and since 2013 responsable for the realisation and coordination of exhibitions with a team of artists.

Since 2014 she curates exhibitions with a thematic focus on human-animal-relations in collaborative constallations.

WE , ANIMALS 2014/15 (Meinblau Projektraum Berlin, with the artists),

ANIMAL LOVERS 2016 (nGbK Berlin, with Ute Hörner, Mathias Antlfinger, Mareike Maage, Friederike Schmitz),

FUR AGENCY/BEARLY LEGAL– NEOZOON 2017 (Bärenzwinger Berlin, with Sebastian Häger),

SWINGER – PAETZUG/HERTWECK & KERSTIN HONEIT 2018 (Bärenzwinger Berlin, with Stefan Aue and Jessica Páez),

OKTO-LAB 2019/20 (Kassel/Hobart with André Krebber, Yvette Watt, Maike Riedinger, Toby Juliff)