CV

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Anne Hölck geb. 1970 in Kiel, lebt in Berlin.

Anne Hölck ist seit 2002 freischaffende Szenografin an Theatern in Deutschland, Frankreich und in der Schweiz, sie lebt in Berlin. Neben ihrer Theaterarbeit realisiert sie Ausstellungsprojekte, leitet Projektseminare und hält Vorträge im Forschungsfeld der Human-Animal Studies mit dem Schwerpunkt auf raumwissenschaftlichen und künstlerischen Ansätzen.

Über ihr Forschungsprojekt zur Gestaltung von Zoogehegen und den Tierbildern, die Zooarchitektur reproduziert, hat sie in verschiedenen Zeitschriften und Sammelbänden publiziert.

Sie ist Vorstandsmitglied des Meinblau Projektraums Berlin und seit 2013 für die Realisierung und Koordination von Ausstellungsprojekten mit einem künstlerischen Team verantwortlich.

Seit 2014 kuratiert sie Ausstellungen mit dem thematischen Schwerpunkt auf Mensch-Tier-Beziehungen in kollaborativen Konstellationen.

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Anne Hölck is scenographer since 2002, at theaters in Germany, France and Switzerland, she lives in Berlin. Besides her theater work she realizes exhibition projects, project seminars and lectures in the field of Human-Animal Studies with an emphasis on spatial and artistic research.

She publishes essays on her ongoing research project focusing on the design of zoo enclosures and the legibility of reproduced animal images in zoo architecture.

She is board member of Meinblau project space Berlin, and since 2013 responsable for the realisation and coordination of exhibitions with a team of artists.

Since 2014 she curates exhibitions with a thematic focus on human-animal-relations in collaborative constallations.

 

WE , ANIMALS 2014/15 (Meinblau Projektraum Berlin, with the artists),

ANIMAL LOVERS 2016 (nGbK Berlin, with Ute Hörner, Mathias Antlfinger, Mareike Maage, Friederike Schmitz),

FUR AGENCY/BEARLY LEGAL– NEOZOON 2017 (Bärenzwinger Berlin, with Sebastian Häger),

SWINGER – PAETZUG/HERTWECK & KERSTIN HONEIT 2018 (Bärenzwinger Berlin, with Stefan Aue and Jessica Páez),

OKTO-LAB 2019/20 (Kassel/Hobart with André Krebber, Yvette Watt, Maike Riedinger, Toby Juliff)

 

Ausbildung // education

Master theses: ZOO-TABLEAUX. „Eine Recherche zur Gestaltung von Zoogehegen.// A Research on the Design of  Zoo-enclosures.“ betreut von // mentored by Prof. Dr. Michael Fehr

 

Forschungsinteressen und – schwerpunkte // research interest and focus

 

Forschungsprojekt seit 2008// research project since 2008

ZOO-TABLEAUX : Zur Lesbarkeit von Tierbildern in der Gestaltung von Zoogehegen.

// On the legibility of animal images in the design of zoo enclosures.

 

Publikationen / publications

siehe hier // see publication page (click here)

 

Lehre + Projekte mit Studierenden // teaching + projects with students

2016  Ausstellungsprojekt „2011  2012“ mit Absolvent*innen der Kunsthochschule Weissensee Berlin @Meinblau Projektraum Berlin, gefördert  von// funded by  Stiftung Pfefferberg Berlin

2015 Ausstellungsprojekt „we , animals – transference“ mit Studierenden der Kunsthochschule für Medien Köln @Meinblau Projektraum gefördert  von// funded by  KHM Köln

2013 „DÉLIRES ET DÉFAILLANCES“, Masterclass après textes de Büchner et Kleist dirigé par Gian Manuel Rau, Workshop Kostüm und Bühne, La Manufacture, Haute Ecole de Théâtre de Suisse Romande

2010 „SITUATION: TISCH“, Lehrauftrag Hochschule der Künste Bern, Fachbereich Gestaltung und Kunst, Frühlingssemester 2010

2010 „OBJET TROUVÉ“, Masterclass autour du texte de Valerie Poirier dirigé par Gian Manuel Rau , Workshop Kostüm und Bühne, Conservatoire du Grand Avignon, Festival d‘Avignon

2008 „SITUATION: ZOO“, Lehrauftrag Hochschule der Künste Bern, Fachbereich Gestaltung und Kunst, Herbstsemester 08/09

2007 „TEXT UND BÜHNE“, Workshop auf dem Symposium „Lost in Translation“ von Dominic Huber, MAS-Kurs Szenografie, individuelle Beratung für die theoretische Masterarbeit, ZHGK Zürich

 

Vorträge // lectures   (in German, English on request

 

„Schaukasten, Bühne, Park: Zoogehege und Dioramen im Vergleich“

Wie der Zoo konzentrieren Naturkundemuseen, Theater und Landschaftsgärten als Vermittlungsmedien Wissen über ‚das Natürliche‘. Schaukasten, Bühne und Park können als architektonische Modelle und Techniken gelten, die Schauanordnungen realisieren und die seit den Zoogründungen erprobt werden. Die von mir typologisch gewählten Begriffe ‚Schaukasten, Bühne, Park‘ verdeutlichen mit vielen Bildbeispielen die gestalterischen Anlehnungen in der Zooarchitektur an die gemeinsamen Ausstellungsstrategien. In den meisten europäischen Naturkundemuseen können wir heute noch gestalterische Konzeptionen von Naturauffassungen betrachten – gerade in Form von Dioramen– , die weit zurück liegen, sowie in fast jedem europäischen Zoo heute noch Zoogehege den sogenannten ’natürlichen‘ Lebensraum von Tieren darstellen sollen, obwohl ihre Konzeption sogar wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht mehr genügen. Die Realisierung von weitläufigen Immersionsgehegen prägen zwar den modernen Zoo wie z.b. die ZOOM-Erlebniswelt Gelsenkirchen, in der die Besucher nur einem Pfad folgen und den Tieren im Verhältnis ein ganzes Gelände zur Verfügung steht. Auch die Tropenerlebniswelt Gondwanaland im Zoo Leipzig bietet immersive Räume, nur für wen eigentlich genau, für Tiere oder Menschen?

Darauf zielt die Fragestellung meines Vortrags ab: kann die Gestaltung eines Dioramas neu gedacht werden, und genau diesen Konflikt zwischen menschlicher Wahrnehmung von Tieren und tierlichen Bedürfnissen thematisieren?

Vortragsort 2016

Workshop »Verdichtete Wirklichkeit. Das Diorama« , Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen der Martin-Luther-Universität Halle 2016 (http://idk.fh-joanneum.at/2016/03/02/diorama-workshop-in-halle/)

 

„Lebende Bilder und täglich wilde Szenen. Eine Recherche zum Tierbild in der Gestaltung von Zoogehegen.“

Why look at animals? John Berger stellt in seinem Essay von 1980 in Bezug auf den Zoo mittels der Bildkritik fest: Tiere sind aus den konkreten Räumen der Menschen verschwunden, sie dienen vielmehr den imaginären Beziehungen. Angesichts zeitgenössischer Zooarchitektur und der Tierbilder, die sie (re)produziert, stellt Anne Hölck diese Frage aus dem Kontext der Human-Animal Studies erneut und untersucht die veränderten Perspektiven auf gesellschaftliche Mensch-Tier-Verhältnisse.

Vortragsorte 2014

Tieranatomisches Theater Berlin, Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik, HU Berlin. Begleitprogramm der Ausstellung „HUMANIMAL – Mythos und Realität.“

Kunsthochschule für Medien Köln, Fachbereich Kunst, Transmediale Räume WS 2014/15, im Rahmen des Fachseminars „Zyklotron. Tiere, Menschen, Maschinen“ (Prof. Hörner/Antlfinger)

Vortragsreihe „Von Tieren und Menschen, Grenzen und Widerständen. Neue Perspektiven auf gesellschaftliche Mensch-Tier-Verhältnisse“, Chimaira Arbeitskreis’ für Human-Animal Studies, Blauer Salon im Mehringhof Berlin

 

„ZOO-TABLEAUX. Eine Recherche zur Gestaltung von Zoogehegen.“

Anhand der Unterscheidung der verschiedenen Zoogehege nach drei Grundtypen, dem Schaukasten, der Bühne und dem Park, sowie ihren unterschiedlichen Kombinationen gelingt es Anne Hölck zu zeigen, wie die Tiere einerseits auf jeweils spezifische Weise ihrer Wildheit beraubt werden und diese andererseits wiederum neu inszeniert wird.

Vortragsorte

2012 Institut für Architektur, Fachbereich Bildende Kunst, TU Berlin. Vortrag und Gastkritik im Rahmen des Projektseminars „Der Zoo – Installative Strategien zwischen Wunderkammer und Themenpark“ von Prof. Dr. Stefanie Bürkle,

2011 Institut für Theater- und Filmwissenschaften, FU Berlin. Vortrag im Rahmen der Vorlesung „Kino und Zoo. Schauanordnungen der Moderne“ von Prof. Dr. Sabine Nessel,

2008 Werkbund-Archiv, Museum der Dinge, Berlin. Vortrag und künstlerische Beteiligung im Rahmenprogramm der Ausstellung „Museumsbauhütte. Zwölf künstlerische Museen und Museumsentwürfe.“