CV

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Anne Hölck geb. 1970 in Kiel, lebt in Berlin.

Seit 2002 freischaffende Szenografin an Theatern in Deutschland, Frankreich und in der Schweiz. Neben ihrer Theaterarbeit realisiert sie Ausstellungsprojekte, leitet Projektseminare und hält Vorträge im Forschungsfeld der Human-Animal Studies mit dem Schwerpunkt auf raumwissenschaftlichen und künstlerischen Ansätzen. Für ihr laufendes Forschungsprojekt „ZOO-TABLEAUX“ untersucht sie die Gestaltung von Zooarchitektur und die Tierbilder, die dadurch reproduziert werden. Sie ist Vorstandsmitglied des Meinblau Projektraums Berlin und für die Realisierung von Ausstellungen mit einem künstlerischen Team verantwortlich. Seit 2014 kuratiert sie die Ausstellungsreihe „we, animals. Künstlerische Positionen zu Mensch-Tier-Verhältnissen“ (www.we-animals.de).

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Anne Hölck, *1970 in Kiel, Germany, is scenographer at theaters in Germany, France and Switzerland, she lives in Berlin. Besides her theater work she realizes exhibition projects, project seminars and lectures in the field of Human-Animal Studies with an emphasis on spatial and artistic research. Her ongoing research project „ZOO-TABLEAUX“ focuses on the design of zoo enclosures and the legibility of reproduced animal images in zoo architecture. She is board member of  Meinblau project space Berlin, and responsable for the realization of exhibithions with a team of artists. Since 2014 she curates the exhibition series »we , animals. artistic positions on human-animal relations« at . (www.we-animals.de)

 

Ausbildung // education

 

Forschungsinteressen und – schwerpunkte // research interest and focus

Artistic Research, Artistic Museum Studies,

Human-Animal Studies,

 

Lehre // teaching

 

Forschungsprojekt // reserach project since 2008

ZOO-TABLEAUX

Zur Lesbarkeit von Tierbildern in der Gestaltung von Zoogehegen.

// On the legibility of animal images in the design of zoo enclosures.

 

 

Vorträge // lectures   (in German, English on request)

 

„Schaukasten, Bühne, Park: Zoogehege und Dioramen im Vergleich“

Wie der Zoo konzentrieren Naturkundemuseen, Theater und Landschaftsgärten als Vermittlungsmedien Wissen über ‚das Natürliche‘. Schaukasten, Bühne und Park können als architektonische Modelle und Techniken gelten, die Schauanordnungen realisieren und die seit den Zoogründungen erprobt werden. Die von mir typologisch gewählten Begriffe ‚Schaukasten, Bühne, Park‘ verdeutlichen mit vielen Bildbeispielen die gestalterischen Anlehnungen in der Zooarchitektur an die gemeinsamen Ausstellungsstrategien. In den meisten europäischen Naturkundemuseen können wir heute noch gestalterische Konzeptionen von Naturauffassungen betrachten – gerade in Form von Dioramen– , die weit zurück liegen, sowie in fast jedem europäischen Zoo heute noch Zoogehege den sogenannten ‚natürlichen‘ Lebensraum von Tieren darstellen sollen, obwohl ihre Konzeption sogar wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht mehr genügen. Die Realisierung von weitläufigen Immersionsgehegen prägen zwar den modernen Zoo wie z.b. die ZOOM-Erlebniswelt Gelsenkirchen, in der die Besucher nur einem Pfad folgen und den Tieren im Verhältnis ein ganzes Gelände zur Verfügung steht. Auch die Tropenerlebniswelt Gondwanaland bietet immersive Räume, nur für wen eigentlich genau, für Tiere oder Menschen?

Darauf zielt die Fragestellung meines Vortrags ab: kann die Gestaltung eines Dioramas neu gedacht werden, und genau diesen Konflikt zwischen menschlicher Wahrnehmung von Tieren und ihren Bedürfnissen thematisieren?

 

 

„Lebende Bilder und täglich wilde Szenen. Eine Recherche zum Tierbild in der Gestaltung von Zoogehegen.“

Why look at animals? John Berger stellt in seinem Essay von 1980 in Bezug auf den Zoo mittels der Bildkritik fest: Tiere sind aus den konkreten Räumen der Menschen verschwunden, sie dienen vielmehr den imaginären Beziehungen. Angesichts zeitgenössischer Zooarchitektur und der Tierbilder, die sie (re)produziert, stellt Anne Hölck diese Frage aus dem Kontext der Human-Animal Studies erneut und untersucht die veränderten Perspektiven auf gesellschaftliche Mensch-Tier-Verhältnisse.

Vortragsorte 2014

 

„ZOO-TABLEAUX. Eine Recherche zur Gestaltung von Zoogehegen.“

Anhand der Unterscheidung der verschiedenen Zoogehege nach drei Grundtypen, dem Schaukasten, der Bühne und dem Park, sowie ihren unterschiedlichen Kombinationen gelingt es Anne Hölck zu zeigen, wie die Tiere einerseits auf jeweils spezifische Weise ihrer Wildheit beraubt werden und diese andererseits wiederum neu inszeniert wird.

Vortragsorte

 

 

Publikationen / publications

 

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